Das Auerhuhn im Bayerischen Wald

 

Im Bayerischen Wald gab es früher das größte außeralpine Auerhuhnvorkommen. Die Bestände nahmen allerdings ständig ab. Nach einem im Jahre 1978 abgeschlossenen Forschungsbericht wurde der Bestand im Bayerischen Wald auf 50 bis 70 Hähne geschätzt.

Beunruhigend war dazu, dass seit Jahren keine führende Henne mit Küken beobachtet wurde.

Um den Symbolvogel des Bayerischen Waldes zu retten, gründeten die Staatlichen Forstämter, der Nationalpark und der Landesjagdverband (Vertreten durch die Hegegemeinschaft Lamer Winkel in der Kreisgruppe Kötzting ) eine „Arbeitsgemeinschaft zum Schutze des Auerhuhns“.

Neben erheblichen Lebensraumverbesserungen, Tourismuslenkung, Einrichtung von Auerhuhnschutzgebieten sollte  die Auswilderung von Auerhühnern vorübergehend die fehlende Nachzucht ersetzen. Es wurden 15 Jahre lang jährlich 80 bis 100 Jungauerhühner über den gesamten Bayerischen Wald ausgewildert. Diese Aktion wurde im Jahre 2000 beendet.

Die Entwicklung des Auerhuhnbestandes wird von freiwilligen Helfern aufmerksam beobachtet.

2001 konnten im Spätsommer im Lamer Winkel über 40 Auerhühner beobachtet werden, 2002 waren es bereits über 60. Besonders erfreulich war, dass in jedem Jahr 4 führende Hennen gesichtet wurden. Mit diesem Bestand ist das Auerhuhnvorkommen noch nicht gesichert, aber wir blicken erwartungsvoll in die Zukunft, wenn während der Kükenaufzucht ab Mitte Juni eine trockene Witterung vorherrscht.

Die Jäger sollten daran denken, dass der Hauptfeind des Auerhuhns, der Fuchs, kurzgehalten werden soll.

Dr. Hans Aschenbrenner