Landesjagdverband Bayern

Kreisgruppe
Bad Kötzting

Vierbeinige Jagdhelfer bestanden Prüfungen

BAD KÖTZTING-LOHBERG (ad). Fünf Monate lang wurden auf dem Übungsgelände in Lohberg unter Leitung von Anna Kroner, Hundeobfrau der BJV-Kreisgruppe Bad Kötzting, vier Begleithunde und sieben Jagdhunde unterschiedlicher Rassen auf die Herbstprüfungen vorbereitet. Dank intensiven Trainings bestanden alle Vierbeiner die unterschiedlich angelegten Prüfungen.

Bei den Begleithunden sind als Aufgaben Folgen frei bei Fuß, Ablegen und außer Sicht gehen sowie Unbefangenheit, also Leinenführigkeit beim Zusammentreffen mit Radfahrern oder Fußgängern gefordert. Richterobmann Fritz Frees, Alexander Kermer und Franz Neumaier nahmen die Begleithundeprüfung ab. Die Prüfung bestanden Sabine Meißner mit Unique Elliot of Ruby Sunset (Labrador Retriever-Rüde), 80 Punkte im 1. Preis ; Gabriela Müller mit Elsa vom Wildenburger Land (Pudelpointer), 76 Punkte im 1. Preis; Sebastian Geissler mit Hexe (Australian Shepherd Mischling). 69 Punkte im 2. Preis und Rita Schmid mit Isa (Kleiner Münsterländer), 67 Punkte im 2. Preis. Bereits am 20. Juli absolvierte Hermann Mühlbauer mit der Kleinen Münsterländer-Hündin Soraya von der Pixelerheide die Dressurprüfung mit 80 Punkten im 1. Preis.

Bei der nach Modulen eingeteilten Qualifizierten Brauchbarkeitsprüfung wurden am 31. August im Modul A, Stufe 1, verschiedene Varianten der Fährtenarbeit geprüft. Richterobmann war Fritz Frees, Rudolf Meindl und Alexander Kermer fungierten als Richter. Folgende Fährtenanforderungen wurden geprüft: Eine 400 Meter lange Tagfährte mit Schweiß (Blut). Hier bestanden  Gabriela Müller mit Elsa vom Wildenburger Land (Pudelpointer), Heinrich Schweiger mit Ibo vom Thiergarten (Kleiner Münsterländer) und Katrin Rager mit Gauner vom Silbersee (Kleiner Münsterländer). 

Die Absolventen der Brauchbarkeitsprüfung mit dem Richterteam, Hundeobfrau Anna Kroner (2.v.r.) und dem Kreisgruppenvorsitzenden Roland Heigl. Foto: Petra Schmid.
Bei der Begleithundeprüfung und der Dressurprüfung waren diese Hundeleute und ihre Vierbeiner erfolgreich. Foto: Alexander Kermer

Die 400 Meter lange Übernachtfährte mit Schweiß meisterten Josef Schmid mit Bonny am Repscheid (Deutsch Drahthaar-Hündin) und Siegfried Gschmack mit Ivanhoe von den Jagdkumpanen (Border Terrier). Auf der 600 Meter langen Schweißfährte, die über Nacht gestanden hatte, war Hermann Mühlbauer mit Soraya von der Pixelerheide (Kleiner Münsterländer) erfolgreich.

Die Stufe 2, ergänzende Brauchbarkeit Feld und Wald (Arbeit nach dem Schuss) bewältigten mit einer 200 Meter langen Federwildschleppe auf dem Feld und einer 300 Meter langen Haarwildschleppe im Wald Siegfried Gschmack mit Ivanhoe von den Jagdkumpanen und Hermann Mühlbauer mit Soraya von der Pixelerheide. Bei den Schleppen muss das gefundene Wild vom Hund apportiert werden. Neben der Fährtenarbeit, die „über Stock und Stein“ durch sehr anspruchsvolles Gelände führte, wurden   auch der Gehorsam der Hunde und ihre Eignung für den Jagdeinsatz geprüft. Schussfestigkeit, Hereinkommen auf Ruf/Pfiff, ruhiges Verhalten auf dem Stand bei einer simulierten Treibjagd und Leinenführigkeit durchs Stangenholz waren hier Aufgaben für die vierbeinigen Jagdkameraden. 

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Prüfungen – alle Hunde hatten bestanden – zollte Kreisgruppenvorsitzender Roland Heigl der Hundeobfrau Anna Kroner ein Lob für die konsequente Ausbildungsarbeit. Er dankte seinem Stellvertreter Anton Späth für die Bereitstellung des Übungsgeländes und die Möglichkeit, in seinem Revier die Hunde zu prüfen. Ein Dank und Waidmannsheil galt auch den Hundeführern, die ihre Jagdhelfer über Wochen trainiert hatten, was sich in guten Prüfungsergebnissen niederschlug.