Landesjagdverband Bayern

Kreisgruppe
Bad Kötzting

Wild-Kochkurse bleiben sehr gefragt

Andreas Roßbauer gestaltete wieder drei Schulungen für die BJV-Kreisgruppe

BAD KÖTZTING-HINTERÖD (ad). Lust auf die Zubereitung und den Verzehr von Wildbret sollen die Kochkurse machen, die seit einigen Jahren von der BJV-Kreisgruppe Bad Kötzting angeboten werden. Drei Kurstermine, die heuer wieder bei Andreas Roßbauer in Hinteröd bei Lam angeboten wurden, waren sehr schnell voll belegt.

Kreisgruppenvorsitzender Roland Heigl freute sich am Freitag bei der Eröffnung des dritten Kurses unter Leitung von Koch Andreas Roßbauer über viele interessierte Teilnehmer. Die Schulung für die Zubereitung von Wildbret solle vor allem dazu dienen, das hochwertige Lebensmittel verstärkt „unter die Leute zu bringen“, sagte Heigl in seiner Begrüßung. Dabei erweisen sich die Angebote von Wildgulasch, Steaks, Wildburger, Wildsalami und Wildleberkäse beim Weihnachtsmarkt, beim Sommerfest der Jäger, dem Kurparkfestival und anderen Gelegenheiten ebenfalls als sehr hilfreich.

Es gehe bei den Kursen auch darum, den Köchinnen und Köchen die Scheu vor Wildbret zu nehmen, dem oft zu Unrecht ein Eigengeschmack nachgesagt wird, sagte Andreas Roßbauer, der in seinem Gasthaus traditionell viele Wildgerichte anbietet.

Bei drei Kochkursen vermittelte Andreas Roßbauer im Januar Männern und Frauen viel Wissen über die Zubereitung von Wildbret. Foto: Alois Dachs

Reh, Hirsch und Wildschwein würden keineswegs „wildln“, wenn bei der Lagerung in der Gefriertruhe und bei der Zubereitung wichtige Standards beachtet werden, machte Andreas Roßbauer klar. Wie jedes andere Fleisch müsse Wildbret entsprechend gewürzt und die jeweilige Garzeit eingehalten werden. Der „Veitbauer“ erläuterte dazu nicht nur die Rezepturen, sondern zeigte seinen Zuhörern viele Anleitungen, wie mit einfachen Tricks Gewürze selbst hergestellt, oder Knödel, Nudeln und Blaukraut geschmacklich verbessert werden können.

So konnten die Teilnehmer bald als Vorspeise feine Filets von der Hirschlende auf Kürbiskernnudeln mit Rotweinsauce genießen, ehe es als Hauptgang ein Edelgulasch vom Hirsch mit Knödeln und Blaukraut gab. Alle waren am Ende überzeugt, dass die Zubereitung von Wild „keine Hexerei“ ist.