Landesjagdverband Bayern

Kreisgruppe
Bad Kötzting

Wolfsriss im Ortsbereich von Bad Kötzting nachgewiesen

Im Gemeindeteil Gehstorf, unmittelbar im Ortsbereich von Bad Kötzting, wurde vor gut einem Monat ein Reh von einem Wolf gerissen. Der Vorfall ereignete sich auf einer Wiese, wo der Wolf das Reh erlegte und sich die gesamte Nacht über an dem Wildtier zu schaffen machte. Ein Jäger dokumentierte das Geschehen über mehrere Stunden hinweg mit einer Wärmebildkamera.

Wölfe sind in der Lage, bei einer Mahlzeit bis zu zehn Kilogramm Fleisch aufzunehmen. Nach dem nächtlichen Fressen blieb vom Reh lediglich das abgenagte Skelett und die Decke übrig. Um die Identität des Tieres zweifelsfrei zu klären, wurde eine DNA-Probe entnommen. Der Luchs- und Wolfskoordinator der BJV Kreisgruppe Bad-Kötzting konnte damit nachweisen, dass es sich eindeutig um einen Wolf und nicht um einen Hybrid handelte. Die veterinärmedizinische Universität Wien bestätigte, dass die DNA dem genetischen Profil von Wölfen aus der nördlichen Quellpopulation entspricht.

 

Ausschnitt aus der Videoaufzeichnung des Wolfsrisses mit einer Wärmebildkamera.

Die Jägerschaft geht davon aus, dass es sich um denselben Wolf handelt, der bereits mehrfach im Bereich Lamer Winkel bis Rittsteig und nun auch in Bad Kötzting gesichtet wurde. Kurz vor Weihnachten wurde der Wolf erneut mit einer Wildkamera im Bereich Osser erfasst. Hinweise auf eine Rudelbildung liegen bislang nicht vor.

Die Jägerschaft der BJV Kreisgruppe Bad-Kötzting wird auch künftig die Öffentlichkeit über Vorkommnisse mit Wölfen informieren. Um ein aktuelles und genaues Bild der Wolfsgeschehnisse zu erhalten, bittet der Vorsitzende Roland Heigl darum, alle relevanten Beobachtungen dem Wolfskoordinator Heinrich Moser zu melden.

Überreste des gerissenen Rehs.